IDM 2012 in Röbel

Die Ergebnisliste findet Ihr hier.

Fotos können auch auf www.saralin.de bestellt werden.

JEM 2012

Die Endergebnisse von der JEM 2012 in Tschechien findet ihr hier.

Die Bilder vom ersten Tag findet ihr hier.

05.09.2012

Bericht Schwielochsee Pokalregatta

43. Schwielochseepokalregatta am 25. und 26. August 2012

oder „solch ein Gewimmel möcht ich sehn...“

Ja, fast 300 Boote und ca. 800 Personen auf dem Gelände des Segelclubs Schwielochsee. Da waren die Piraten mit ihren 17 Teilnehmern doch eher ne‘ kleine aber wichtige Nummer. Denn wenn ich das richtig überschaut habe, waren ein Großteil der Organisatoren und Helfer dieser Veranstaltung Alt- und aktive Piraten.

Auf der IDM 2012 in Röbel hat mich Paul Merten (4314) als Pokalverteidiger animiert an dieser Regatta teilzunehmen.  Später musste er absagen, weil seine Vorschotfrau abgesagt hatte. Naja, nach der Röbelwoche kann man wohl gut verstehen, dass es einen in das heimische Bett zieht.

Ludger sagte spontan zu, so dass wir beide (Ludger und Carsten) ohne Boot am Freitag vor der rush hour zum Schwielochsee düsten. Unser Boot war nämlich freundlicherweise schon von den Cottbussern mitgenommen worden. Ich selbst durfte stattdessen den Deutschen Meister Kahn, d.h. das Boot Pirat 4433 (Lore…und was für eine!) nach Güstrow ziehen (nach Güstrow deshalb, weil sie in Teterow  an der Herbstregatta teilnehmen wollten) und Bernd und Burkhard noch am Freitag früh nach der Meisterschaftsfeier zur Arbeit antreten mussten, weil sie Schüler auf Trab bringen müssen und schon vier Tage dieses nicht tun konnten. Da lobe ich mir den öffentlichen Dienst. Als ich das Boot in Röbel anhängte versuchte ich der Hamburger und Schleswig-Holsteiner  Piraten-Gang zu erzählen, dass ich nach unserer  Platzierung bei der IDM (34.) gleich das Boot vom Meister gekauft habe. Aber da habe ich wohl ein Lächeln im Gesicht gehabt,  das nicht Freude über den Bootskauf sondern eher Schalk ausdrückte, man glaubte mir nicht. Aber dafür bekam ich ein Bier angeboten. Ist ja auch was.

Die Fahrt nach Güstrow war übrigens toll. Das Schiff des Meisters im Schlepp, Auto und Fahrer spürten so etwas wie positive Energie, die rüberströmte….na ja,  „schaun‘ mer mal“  ob das wirklich so ist, so sagte es doch einst der Kaiser Franz.

Wir düsten also die Autobahn runter, mäßiger Verkehr. Gut gelaunt schlugen wir nach 3 ½ Stunden  Fahrt  am Schwielochsee in Jessern auf. Noch früh genug, um ganz hinten einen Schlafstellplatz zu ergattern.

Boot stand schon in richtiger Reihe, wir haben dann aufgebaut und Loch von IDM abgetapt. Dann Durst stillen und Essen fassen. Ja, da waren wir (ich) also wieder an alter Stelle. Erinnerungen kamen auf an die BDS-Pokale und Regatten zu Ostzeiten. Die alten Piratenkämpen  -  alle noch da. Vieles hat sich verändert, seitdem ich das letzte Mal hier gesegelt habe. Neues Haus, viele Aktivitäten tolle WEB-Site. Der ganze Verein tut was und zieht feste an den Strippen, um noch mehr Vorhaben umzusetzen. Toll!  Aber das ist ja eigentlich auch kein Wunder, sitzen hier doch ein Teil der Mitglieder, der von uns zu DDR-Zeiten bei der Sportgemeinschaft Friedrichshagen (SGF) in Berlin Anfang der Achtzigern des letzten Jahrhunderts gegründeten Gegenregierung der DDR. Sie bestand ja fast nur aus Berlinern, Cottbussern und Güstrowern. Mein Gott,  wenn die Schlapphüte da zugehört hätten…oder sie haben…und fanden es selbst witzig….

Zurück zum Schwielochsee das Gewimmel nahm zu…..towuhabohu. Aber wir konnten gelassen zuschauen.

Am nächsten Morgen Eröffnung und raus. Nicht so einfach alle Boote zeitnah über die Slips zu bekommen. Aber irgendwie ging es doch und WFL erwartete uns mit einer Startverschiebung. Richtig so.  Und wir durften uns auch noch einsegeln….Sonne, frische Winde, West 3 - 4 (in Böen mehr), fast wie in Röbel. Also oberaffenturboti…engeiles Segelwetter. Mit uns waren weitere fünf Klassen auf dem Kurs, Dreieckskurse, wegen der Entzerrung, Länge wie in Röbel. Die Optimeute und Europes segelten weiter draußen. Tolle Aufteilung. Auf dem Kurs aber Fahrwassertonnen und Netze quer im See (wie in Güstrow - müsst euch nicht alles abgucken). Endlich erster Start. Wir 4299 (Carsten Jansen-Ludger Wetzke) kommen top weg. Richtige Seite …Einzelrückruf….ich denke an die Deutsche…geht denn das schon wieder los. Wir sind unsicher fahren zurück, etwas zu spät. 4219 (Dr.Heiko Birke-Anja Birke) auch. An Land erfahren wir, dass wir auf null waren, die einzigen Frühstarter waren 4219….shit. So ist es, wenn das Selbstvertrauen im Keller ist.

Also hinterher mit gutem Speed und gutem Kampfgeist. Wir schaffen noch Platz 5, profitieren sicherlich von einigen Kenterungen und Zurückhaltung beim Spifahren. 4219 sogar Platz 2. Gewonnen hat 4263 (Steffen Rach – Ulf Hollenbach), die ganz sauber ihre Kreise zogen. Steffen Rach aus dem Ixylon bekannt an Stelle von Juliane Hoffmann, die natürlich mit Freude Quantum-Sails vorne sah. 3. Wurde 4171 (Daniel Salewski – Patrick Schütte).

 2. Wettfahrt im Anschluss. Winde frischen weiter auf, flauen dann aber im Laufe der Wettfahrt etwas ab.  4219 führt wieder, wir (4299) kämpfen uns auf Platz 2. vor und halten diesen auch. Hinter uns 4219 mit klassischem Deckungsverhalten gegen 3919 (Axel Bauer- Torsten Postrach). Die ersten vier fahren die Zielkreuz nur auf Deckung. Gelernt ist gelernt.

Dann dritte Wettfahrt bei abflauenden Winden. 3919 fährt auf Steuerbordbug zur Insel. Legen um und haben auf die anderen einen satten Vorsprung, den sie mit auf die 2.Kreuze nehmen. Dahinter 4299 und 4263. Diese holen auf, aber 3919 führt auch vor der letzten Kreuze. Aber 4299 und 4363 fahren stetig heran. 4299 verholt einmal etwas glücklicher nach links und kann 3919 in leerausziehen. So dass 4299 1., 3919 2. und 4263 3 wird. Damit können Gesamtsieger nur noch 4263 und 4299 werden, da 4219 „nur“ auf Platz 6 einkommt.  Aber 4299 muss unbedingt gewinnen. 4263 kann es gelassen angehen.

Na ja, auf der Abendveranstaltung bereiten wir uns dann auf die Zielstellung Sieg vor…. Musike zu laut, selbst in gehörigem Abstand fiel das dummezeugschnacken schwer….Ludger ging dann mal zum DJ, da konnten wir uns dann tatsächlich für ganze 5 min gut unterhalten ohne uns anzubrüllen, danach mussten wir wieder brüllen. Cottbusser Whiskyfreund (natürlich alter Piratenkämpe) gefunden und Pläne für die Whiskysail in schottischen Gewässern mit Cottbussern und Güstrowern irgendwann in den nächsten Jahren geschmiedet. Vielleicht können wir dann bei hochgeistigen Getränken wieder mal eine unfähige Regierung ablösen. Eventuell müssen wir ja deshalb das Vorhaben schneller umsetzen als geplant.

Am nächsten Morgen nach gutem Frühstück rechtzeitig raus, weil wir uns die Bebauung um den Schwielochsee anschauen wollen. Wind noch kräftiger als am Vortag. Bebauung  -  aber  hallo, da kann man einiges sehen und fast neidisch werden. Wir starten - wieder mal allgemeiner. Dann Black Flag. Die WFL war super und hat sofort bei Schieflagen der Linie diese korrigiert. Auch sonst alles sehr professionell. Halt ein Dienstleister für die Aktiven wie man sie manchmal anderswo vermisst aber doch so sehr wünscht.

Start dann ok. Wir (4299) kommen gut vom Start weg, liegen vermeintlich gut, vor unserem Konkurrenten 4363 und 4219. Fahren aber nach links, na ja, weil wir das als die bessere Seite ansehen. Shit, Dreher auf rechts Konkurrent (4263)  vorbei. Schlechter als Gesamtdritter können wir aber auch nicht werden. Wir ahnen es schon, er fährt, war ja logisch nur auf uns. Das wird schwer, auf den Dreiecksskursen angreifen zu wollen, außerdem Segeln sie bärenstark. So fahren wir uns dann auch konsequent nach hinten. Ein letzter Versuch an der Reuse mitten im See. Wir fahren so, dass (4263) die Reuse gerade auf Steuerbordbug passiert, dann legen wir auf Backbord um, um oberhalb der Reuse umlegen zu können. Sieht auch gut aus. Leider raumt der Wind, so dass wir die Tonne 1 raum anlaufen müssen und die anderen auch 4263 unten raus. Shit, aber einen Versuch war es wert. Vorne 4172 vor 4001 (Sten Andersch - Christian Haake), mit sattem Vorsprung. Für uns mit dem „Bremser“ dazwischen nicht aufzuholen.  Wir registrieren auch, dass 4219 nicht auf einem Platz liegt, der uns als Gesamtzweiten gefährden kann und lassen uns hängen…schließlich müssen wir noch nach Güstrow zurück ;).

Gesamtergebnis: 1. Platz 4263, 2. Platz 4299, 3.Platz 4219, 4.Platz 4171 5.Platz 4001 (s.a. Ergebnislisten). Stark waren 3919, die vielleicht etwas unter Wert, im Gesamtklassement auf Platz 7 landeten, denn sie hatten toll gesegelt mit ihrem alten Boot.

Die Rückkreuze in den Hafen war höchst spannend und  wir (wahrscheinlich alle) mussten mit voller Konzentration segeln, weil die Böen von allen Seiten einfallen. Am Slip ist auflandiger Wind. Ihr Cottbusser Jungs, ihr habt die Mole sicherlich schon längst im Kopf und verhandelt schon mit den Amtsschimmeln.

Boot abbauen, verladen, Bus aufräumen, Duschen, Siegerehrung. Imposantes Bild….Segler über Segler, tolle Preise, wenig Geschnacke, sozusagen nur das Nötigste. Wir fassen Preis ab, gratulieren den Siegern und Platzierten, bedanken uns beim Veranstalter und fahren Kurs Heimat. Rückfahrt durch Berlin. Wieder nur 3 ½ Stunden, kein Stau, der Bus läuft und läuft. Ein schönes Wochenende liegt hinter uns dank der Cottbusser Segelgilde vom Segelclub Schwielochsee. Jungs wir kommen wieder.  Nicht erst zur IDM 2015 zu der sich der Vorstand des Klubs bekannt hat, wenn  wir Piraten es denn wollen. Die können es und wir würden sicherlich viel Spaß haben.

Carsten Jansen  - Ludger Wetzke                                                                                                                      August 2012

PS: Ich glaube jetzt doch so ein bisschen an positive Energie….

 

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